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Hier könnt ihr eure Erlebnisse zur Jugendzeit in Schlesien mitteilen.

Dietrich Dittmann ( 77 )

DDittm6172@aol.com

Zu meiner vita.
Ich bin 1927 in Alt Lässig auf dem Grubengelände
des Mayrauschachtes geboren.
Ab ca.1932 wohnten wir in Hermsdorf, Steiler Weg 3.
Zwischen 1928 und 1932 wohnten wir in Gottesberg, Schützenstraße.

Mein Vater Paul Dittmann arbeitete auf der Glück Hilf Grube
Heydschacht als Maschinensteiger. Er ist auch in der
Schülerliste der Bergschule Waldenburg vertreten.
Bis August 1948 waren meine Eltern noch in Hermsdorf.
Mein Vater wurde zum Anlernen polnischen Personals noch
so lange dort behalten.
Vielleicht kann ich aus meiner Erinnerung heraus noch einige
nützliche Hinweise geben.

Meine Schulzeit in Nieder Hermsdorf.

Im Jahre 1931 zog meine Familie von Gottesberg nach Nieder Hermsdorf..
Bis zu meiner Einschulung ging ich (oder musste ich ) in den ev. Kindergarten gehen.

Ostern 1933 wurde ich in der evangelischen Parkschule eingeschult. Die Schule bestand aus zwei Gebäuden, wo von das Obere den Knaben, das Untere den Mädchen zugeordnet war.

Die Schule befand sich hinter dem Hermsdorfer Volkspark.
Mein erster Klassenlehrer war ein Junglehrer namens Türke, er war die ersten drei Jahre mein Klassenlehrer.

In Erinnerung aus dieser Zeit sind mir folgende Lehrkräfte : Frl. Radek,
H. Fellbrich, H. Pankrats und Kantor Wagner.
Auf einem Foto, von unserem Schulausflug nach Kynau und zur Kynsburg sind u.a. Lehrer
Türke mit seiner Freundin“ Uschi „ und wir Schüler seiner Klasse unterhalb der Burg zu sehen. Nachfolgende Schülernamen habe ich noch in meinem Gedächtnis.

Eberhart Kaufmann, Herbert Geisler, Werner Preuß, Kassner, Fischer, Heinz Hoppe, Gerhard Friebe, Heinz Bergmann, Karl Heinz Knoch, Horst Blase, Schinke, Drescher, Pöschel, Heinzel, Heidrich, Kassner, Egon Auge. Helmut Demut, Grosser, Hofmeister, Falkenhein, Poier.
Es erfolgte 1936 die große Umgliederung zur Gemeinschaftschule, d.h., die Parkschule wurde zur Mädchenschule, wir Jungs kamen in die ehem. Katholische Schule im unteren Dorf, nähe der Post und der Ortsverwaltung. Gegenüber der Schule war der Pätzoldbäcker, bei dem man für 10 Pfennig eine Scheibe "Warschauer" bekam. Warschauer wurde aus Resten von altem Kuchen aller Sorten zusammen gerührt, neu gebacken und mit Zuckerguß
überzogen.
Von dieser Zeit sind mir nachfolgende Lehrer in mehr oder weniger guten Erinnerung geblieben. Der Direktor der Schule war H.Meißner. Schlägereien unter Schülern ahndete er in der Form, dass er die beiden Kontrahenten mit sich ins Gerätezimmer nahm, ihnen ein Paar Boxhandschuhe verpasste und mit ihnen auf dem Sportplatz ging, damit sie in der Sprunggrube aufeinander eindreschen durften.

Als Lehrer fungierten u.a. H. Auge, H.Seidel, H. Trautfetter, H.Weigel, H.Walter, H.Preuß, H. Friedrich, H.Zeh (später Rektor) und H. Gabriel, dieser war auch Kantor der Kath. Kirche. Er war der gefürchtetste aller Lehrer, ich hatte das Glück , ihn die letzten zwei Jahre als Klassenlehrer zu haben.
Vor Beginn des Unterrichts wurden zunächst alle kath.Schüler, die nicht zur Morgenmesse erschienen waren, von ihm durchgeschmiert.
Am meisten ärgerte mich, dass wir Schüler – auch während der Sommerferien - ein "Kriegstagebuch" führen mussten, was natürlich während der Ferien unterblieb und in den letzten Ferientagen nachgeholt werden musste.
Die schönsten Sommerferien erlebte ich jedes Jahr mit meinen Geschwistern bei unseren Großeltern in Sadewitz (ab 1937 Schill ) bei Kanth. Hier wurde uns alles geboten, was ein Kinderherz erfreut, zumal das Dorf direkt an der Weistritz lag. Bei gutem Wetter waren wir ständig am Wasser und durften an den Wochenenden sogar mit den Pferden von der Domäne des Herrn von Johnston in die Schwämme reiten.

Während meiner Schulzeit etwa ab 1936 war ich auch Mitglied im ev. Kirchenchor unter Kantor Wagner. Dabei waren u.a. Hanne Preuß, Erna Prädelt, Inge Ilchmann, Günter Heisler, Rudi Opitz . Besonderen Spaß hatten wir wenn der Kantor zum üben noch nicht in der Kirche war und Erna Prädelt auf der Orgel Schlagermusik machte.
Natürlich gab es dann Ärger. Zur Winterszeit bot uns Hermsdorf ein ideales Wintersportgebiet. Wir konnten uns Schon an der Haustür die Skier unterschnallen und in Richtung Hochwald oder in Richtung Gottesberg losziehen. Am häufigsten fuhren wir auf dem "Plateau" oberhalb der Konradstaler Bahn.

Natürlich waren wir Kinder mit Eintritt in die Schule auch Mitglieder im Jungvolk.
Solang es um Geländespiele ging waren wir mit Begeisterung dabei, weniger freude hatten wir am marschieren, bei jedem geringsten Ereignis war das der Fall. Da ich einigermaßen musikalisch begabt war, schloss ich mich dem Fanfarenzug an, so konnten wir, während andere exerzierten, unsere Übungen abhalten.

Ostern 1941 war die Schulentlassung, da ich kein "Musterschüler" war und mein Abschluß- zeugnis einiges zu wünschen übrig ließ, kam ich für das anschließende "Landjahr" nicht in betracht, was zur Folge hatte, dass ich ein Pflichtjahr auf dem Lande, bei einem Bauern,
absolvieren musste.

Dietrich Dittmann im Oktober 2004


 
 
22 März 2019
 
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